Die neue Ausgabe der Zeitschrift «perspektive mediation» beleuchtet Konflikte im ländlichen Raum in ihrer Vielfalt: von Hofübergaben, Familienkonflikten und Burnout in der Landwirtschaft bis zu gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um Stadt und Land, Windenergie und Landschaftsschutz – und um die Frage, wie es uns gelingen kann, unseren Lebensraum mit Wildtieren wie Luchs und Wolf zu teilen. In all diesen Debatten geht es um Identität und Zugehörigkeit. Um die Angst, Vertrautes zu verlieren: Heimat. Landschaft. Gewissheiten. Vielleicht auch ein Stück der eigenen Identität.
Die Beiträge von Autor:innen aus der Schweiz, aus Deutschland, Österreich, Serbien und den USA zeigen, wie wichtig es ist, die Lebenswelten der Menschen, ihre Beziehungen und ihre Geschichten zu verstehen. Und sie machen deutlich, dass Mediation oft lange vor dem ersten gemeinsamen Gespräch beginnt: dort, wo Mediation bekannt und zugänglich wird – und wo genügend Vertrauen entsteht, um einen ersten Schritt zu wagen. Dieses Vertrauen aufzubauen und der Mediation den Boden zu bereiten, ist Herausforderung und Chance zugleich. Denn Mediation schafft Bedingungen, unter denen Veränderungen oftmals überhaupt erst möglich werden.
Verantwortet haben für das Schwerpunktheft «Mediation im ländlichen Raum» Yvonne Hofstetter Rogger, Franziska Feller und Iwan Raschle.
Tipp: Wenn du dich für Mediation interessierst, kannst du am Zentrum für Soziale Kompetenz eine Mediationsausbildung absolvieren oder einzelne Lehrveranstaltung z.B. Mediation Basic (920.017) besuchen.